Es trifft zu, dass die Häufigkeit röntgenologischer Arthrosezeichen mit jedem Lebensjahrzehnt steigt. Laut Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) sind bei den über 65-Jährigen etwa die Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer von Arthrosesymptomen betroffen. Dennoch bedeutet Älterwerden nicht automatisch Unbeweglichkeit oder Schmerzen.
Was verändert sich im Gewebe mit den Jahren?
Mit dem natürlichen Alterungsprozess verändern sich die biochemischen Eigenschaften der Gewebe: Die Zahl stoffwechselaktiver Chondrozyten sinkt leicht, das Gewebe bindet weniger Wasser und Sehnen verlieren an Elastizität. Gleichzeitig nimmt ohne gezieltes Training ab dem 30. Lebensjahr die Muskelmasse kontinuierlich ab (Sarkopenie).
Der entscheidende Unterschied zwischen Bild und Mensch
Ein Befund auf dem Röntgenbild ist kein Urteil über die Lebensqualität. Viele Menschen über 70 Jahre weisen deutliche Knorpelverschmälerungen auf, wandern aber beschwerdefrei, während manche 45-Jährige mit geringen Knorpelveränderungen unter Schmerzen leiden. Ein aktiver Lebensstil und kräftige Muskeln können Knorpelveränderungen im Alltag oft über Jahrzehnte hinweg hervorragend kompensieren.
Quellen & weiterführende Informationen
Für diesen Beitrag wurden ausschließlich evidenzbasierte, wissenschaftlich geprüfte Fachquellen herangezogen:
- Robert Koch-Institut (RKI) – Gesundheit in Deutschland: Gelenkerkrankungen
- gesund.bund.de – Arthrose im Alter
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