Wenn wir gehen, Treppen steigen oder springen, wirken enorme Kräfte auf die Gelenke. Bei jedem normalen Schritt muss das Knie das Zwei- bis Dreifache, beim Treppabgehen sogar das Fünffache des Körpergewichts abfedern. Diese Wucht kann kein Knorpel allein tragen – er ist auf die aktive Bremskraft der Muskulatur angewiesen.
Der Muskel als aktiver Dämpfer
Wenn der Fuß den Boden berührt, spannt sich die Muskulatur (z. B. der Quadrizeps am Oberschenkel oder die Wadenmuskeln) in Sekundenbruchteilen exzentrisch an. Sie absorbiert die kinetische Energie elastisch wie die Federung eines Autos. Ist die Muskulatur schwach oder ermüdet, schlägt die Stoßwelle ungebremst auf den Gelenkknorpel und den Knochen durch.
Muskeldysbalancen korrigieren
Oft ist nicht nur mangelnde Kraft das Problem, sondern ein Ungleichgewicht zwischen Streckern und Beugern. Gezieltes Krafttraining stellt das Gleichgewicht wieder her, zentriert den Gelenkkopf sicher in der Pfanne und verhindert schädliche Scherbewegungen.
Quellen & weiterführende Informationen
Für diesen Beitrag wurden ausschließlich evidenzbasierte, wissenschaftlich geprüfte Fachquellen herangezogen:
- Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin – Krafttraining bei Arthrose
- gesund.bund.de – Muskelaufbau und Gelenkgesundheit
Verwandte Themen & Fachartikel
Was ist Arthrose? Grundlagen und biologische Vorgänge
Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung. Erfahren Sie verständlich, welche biologischen Prozesse ...
Wie entsteht Arthrose? Ursachen, Kaskaden und Risikofaktoren
Von mikroskopischen Knorpelrissen bis zu funktionellen Anpassungen des Knochens: Verstehen Sie die Entstehungs...
Was passiert mit dem Knorpel? Die Anatomie des hyalinen Knorpels
Eine detaillierte Betrachtung des hyalinen Knorpelgewebes, seiner Zonen und der Frage, warum Knorpel sich nich...