Die Implantation einer Knie-Endoprothese gehört in Deutschland zu den häufigsten und erfolgreichsten Routineoperationen. Dennoch gilt in der modernen Orthopädie ein klarer Grundsatz: Vor der Operation müssen alle sinnvollen konservativen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sein.
Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Weder das Röntgenbild allein noch das Geburtsdatum entscheiden über eine Operation. Ausschlaggebend ist der persönliche Leidensdruck:
- Dauerhafte Schmerzen, die auch durch Medikamente und Physiotherapie nicht mehr ausreichend gelindert werden.
- Schlafstörungen durch ständige Ruheschmerzen in der Nacht.
- Starke Gehstreckeneinschränkung (weniger als wenige hundert Meter).
- Verlust der Selbstständigkeit im Haushalt und Alltag.
Unikondyläre Schlittenprothese vs. Totalendoprothese (Knie-TEP)
Ist nur die Innenseite des Gelenks zerstört und die Kreuzbänder intakt, reicht oft ein Teilersatz (Schlittenprothese). Sind mehrere Kompartimente verschlissen, kommt eine vollständige Knie-TEP zum Einsatz, die die Gelenkflächen mit Metallkappen und einem Polyethylen-Gleitlager ersetzt.
Quellen & weiterführende Informationen
Für diesen Beitrag wurden ausschließlich evidenzbasierte, wissenschaftlich geprüfte Fachquellen herangezogen:
- gesund.bund.de – Wann ist ein künstliches Kniegelenk sinnvoll?
- Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) – Jahresbericht
- DGOU S2k-Leitlinie Indikation Knieendoprothese
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